Archiv für den Monat: Mai 2017

Zielgruppe

Who the f… is Alice? Oder: Wie gut kennen Sie die Zielgruppe Ihrer Marke?

In allen Marken Strategie Prozessen kommen wir unweigerlich zu der Frage, wer ist denn nun die Zielgruppe der Marke? Die üblichen Antworten sind dann: „Frauen 50+, die unter xy leiden“ oder Männer mit xy Beschwerden“ oder „Alle, die unter der Indikation xy leiden“.

Im wesentlichen beschränkt sich die Beschreibung auf sozio-demografische Merkmale, wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Schulbildung, Familienstand.

Alles sehr abstrakt und wenig hilfreich für die Entwicklung von Kommunikation, die auf diese Zielgruppe zugeschnitten sein soll.

Im Lauf der Zeit habe ich eine andere Vorstellung von Zielgruppen entwickelt. Ich gebe ihnen Namen! Da gibt es Susi, Helga, Bernd oder eben Alice.

Was das für einen Unterschied macht? Einen sehr großen: Durch die Personifizierung der Zielgruppe fällt es den meisten Menschen leichter, sich genau vorzustellen, welche Probleme, Wünsche, Sehnsüchte die Zielgruppe hat und wie sie sich in bestimmten Situation verhält.

Es dauert dann während eines Strategie Workshops nicht lange, bis alle wie selbstverständlich von „Alice“ sprechen: Wie sieht ihr  Tagesablauf aus? „Also morgens bringt Alice erst mal die Kinder…“

Mal abgesehen von der effizienteren Kommunikation während des Strategie Prozesses, hilft die Namensgebung auch dabei, eine viel detailliertere Vorstellung von der Zielgruppe zu erhalten. Einiges mag zunächst Spekulation sein, aber das lässt sich ja später durch gezielte Marktforschung ändern.

Probieren Sie doch selbst einmal aus, sich die Lebensumstände Ihrer Zielgruppe genau auszumalen – Sie werden erstaunt sein, wie viel mehr sie tatsächlich bereits wissen oder ohne großen Aufwand in Erfahrung bringen können.

Und ihr verbessertes Zielgruppenverständnis ist eine gute Basis für eine erfolgreiche, weil relevante Markenstrategie.