Archiv für den Monat: März 2014

Neue Reihe: 5 Fragen an…

Heute möchte ich eine Reihe von Blog Posts beginnen. In jedem Post werden dieselben 5 Fragen an externe und interne “Freunde des Brandmanagers” gestellt. Den Anfang macht Sweelin Heuss von Heuss Kommunikation in Hamburg. Als erfahrene und erfolgreiche Managerin ihrer Agentur für Public Relations und strategische Kommunikation hat sie ihre eigene Sicht als PR Fachfrau auf die Rolle des Brand Managers im Unternehmen formuliert. Sehr direkt und hoffentlich für viele Brandmanager inspirierend.

Vielen Dank an Sweelin Heuss für diesen Beitrag – mehr zu Ihr und von ihr gibt es unter: Sweelin Heuss.

1) Was ist die Kern-Aufgabe eines Brandmanagers aus Ihrer Sicht?

Die Marke managen. Im besten Sinne des Wortes. Er kennt die Aura seiner Marke. Von dort aus bewegt er sich weiter, experimentiert und betreibt dabei gleichzeitig kontinuierlich aktives Risikomanagement. Dieser permanente Aufbruchsgeist ist im Digitalzeitalter wahrscheinlich unverzichtbar.

2) Wo wünschen Sie sich bei Ihrer Aufgabe die Unterstützung durch den Brand Manager?

Im Idealfall besteht zum Brand Manager ein Vertrauensverhältnis und wir nähern uns gemeinsam diskursiv und mitunter auch kontrovers den richtigen Lösungsansätzen an.

3) Nennen Sie bitte je 3 Do’s und 3 Dont’s eines Brandmanagers für ihren Bereich.

Do:

  • Konsequent Interdisziplinär arbeiten.
  • Von der Marke aus denken und nicht vom Kanal.
  • Storytelling fördern (Geschichten, Aufhänger rund um die Marke finden).

Don’t:

  • Werbliche Sprache einfordern. Marken sollten auf Augenhöhe mit den Zielgruppen kommunizieren und nicht als ‚Verkäufer’ auftreten.
  • PR zu forcieren, weil es „weniger kostet“. Denn leider bietet sich PR häufig nicht als funktionierende Alternative an.
  • Zuviel Marktforschung! (deutsche Marketingspendings für Werbung sind etwa ebenso hoch wie solche für Marktforschung. Es wird also ebenso viel veröffentlicht wie getestet. Das sagt etwas über Risikovermeidung aus und hier gilt leider der alte Fassbindersche Satz: ‚Angst essen Seele auf’).

4) Wie/Wodurch könnte ein Brandmanager Sie positiv überraschen?

Dadurch, dass er sich gegenüber der Agentur/dem Berater nicht nur als Auftraggeber wahrnimmt. Alle Beteiligten ringen gemeinsam um die erfolgversprechendsten Lösungen. In diesem Klima entstehen die besten Umsetzungen.

5) Welche Erfahrung sollte ein Brandmanager aus Ihrer Sicht unbedingt einmal gemacht haben?

Dass man auch mit einer guten Kampagne scheitern kann. Wir lernen leider alle am meisten aus unseren Niederlagen. Auch oder gerade dann, wenn wir alles gegeben haben.