Archiv für den Monat: November 2013

GWA: 6 schlechte Gründe warum ein Unternehmen eine Agentur beschäftigen sollte.

 

gwa-logo

Fangen wir mal vorne an: Wozu braucht man eigentlich eine gute Kreativ-Agentur? So eine grobe Vorstellung habe ich ja, aber warum genau soll ich mich gegen eine “in-house” Lösung und für eine externe Agentur entscheiden?

Um dieser Frage nachzugehen, hab ich mich auf die Suche gemacht und bin beim GWA (Gesamtverband Kommunikationsagenturen e.V) fündig geworden.

Um einem Missverständnis gleich vorzubeugen: Ich glaube, dass Unternehmen Kreativ- und andere Agenturen beschäftigen sollten. Nur eben nicht aus den vom GWA genannten Gründen.

Der GWA listet 6 Gründe für den Einsatz einer Kommunikationsagentur unter dem Kapitel „Agentur und Kunde“ auf. (ist die Reihenfolge –erst Agentur, dann Kunde – schon ein Indiz für die Grundhaltung im GWA?). Aber ich will mich nicht mit Nebensächlichkeiten aufhalten. Es geht mir um die Gründe an sich und die ernst gemeinte Frage: Fällt Euch nichts Besseres ein?

Lieber GWA – ihr nehmt für Euch in Anspruch Vertreter der Kommunikationsagenturen zu sein. Da hätte ich offen gestanden mehr erwartet.

Ich stelle mir vor, wie ein Unternehmen vor der Entscheidung steht eine Agentur zu engagieren – und sieht sich nach Entscheidungshilfen um.

Und dann das:

Weiterlesen

Strategien für verzweifelte Brandmanager

Chips 5 for 2

Wie verzweifelt muss man sein, um dieses Angebot zu machen? 5 Packungen zum Preis von 2. Versteht mich nicht falsch, es gibt bestimmt gute Gründe dafür und ich wäre der Letzte der sich darüber lustig macht. Die spannende Frage ist aber – welche Strategie steckt dahinter? Und welche Alternativen hätte es denn noch gegeben?

Nehmen wir mal an, Du bist verantwortlich für eine sehr etablierte Marke. Sagen wir im Kartoffelchips Markt – Nur so zum Spass nehmen wir auch an, dass es Deiner Marke nicht ganz so gut geht – es ist also Kommunikation angesagt und das bei wie immer limitiertem Budget. Nehmen wir weiter an, Du darfst Dich nur für eine Kommunikation entscheiden und das heisst: Nur für eine einzige Strategie.

Zum Glück gibt es da nur 4 mögliche Strategien:

Weiterlesen

Meine Top 10 Grundsätze zur Entwicklung einer Markenstrategie

Strategy AheadWarum fällt uns strategisches Denken so schwer?  Liegt es an der Komplexität der Welt in der wir uns bewegen? An der vermeintlichen Unberechenbarkeit so vieler Faktoren? Oder liegt es an uns? An unserer Angst Entscheidungen konsequent zu treffen und umzusetzen?

Vielleicht etwas von all dem. Kann man strategisches Denken lernen?  Ja!

Gibt es ein Kochrezept für gute Strategien? Nein!

Gibt es einige Grundsätze, die man beachten sollte bei der Entwicklung von Strategien? Ja!

Und hier sind sie, meine ganz persönliche Hitliste, die Top 10 Grundsätze zur Strategieentwicklung:

Weiterlesen

Mach deine Agentur glücklich mit einem guten Briefing

Du kannst natürlich jetzt sagen: Wozu eine glückliche Agentur? Die bekommen doch Geld dafür, dass sie kreativ sind – und das sollte ja wohl glücklich genug machen. Das ist ja auch ein freies Land, es wird keiner gezwungen in dieser Kreativ Agentur auf deiner Marke zu arbeiten – Außerdem gibt’s ja genügend andere Kreativagenturen, die nur drauf warten.

Aber mal ehrlich: Hast Du große Lust auf einen Agentur Pitch? Denk doch nur an den ganzen Aufwand. Stundenlange Meetings mit dem Einkauf, Meetings für den Pitch, Meetings für die Entscheidung, Meetings für die Einarbeitung der neuen Agentur, Meetings mit deinem Boss, wenn auch die neue Agentur nicht den erhofften „Turn around bringt“, schliesslich Meeting mit dem Headhunter…

Mal abgesehen davon, kann es ja sein, dass andere Brandmanager ganz glücklich sind mit dieser Agentur, oder das globale Marketing einen globalen Vertrag mit der Agentur hat, den Du sowieso nicht ändern kannst…

Also doch lieber eine glückliche Agentur? Jemand der gerne mit Dir auf deiner Marke arbeitet, jemand der Dich inspiriert und der mit dir gemeinsam erfolgreich ist?

Weiterlesen

Think outside the box…

thinking_outside

Sagt ein Marketingleiter zu seinem Brand Manager: „Think outside the Box“

Was will dein Boss dir damit sagen? Er will mal wieder was Englisches sagen um die Connection auf persönlicher Ebene herzustellen? Er will sagen “werde doch mal kreativ” wofür bezahl ich dich denn sonst? Er will sagen “Deine Ideen hab ich in den letzten 10 Jahren in diesem Job schon soooo oft gehört – es wird Zeit, mal was neues zu machen (und er fängt an von anderen Jobs zu träumen…)

Egal wie du seine Aussage interpretierst, versuch doch mal anders darauf zu reagieren, als mit “Jaaa, das können wir schon machen – ich ruf gleich mal die Kreativagentur an”:

Stattdessen könntest Du sagen: Ich denke lieber “Inside the box”, denn wir haben unsere Markenstrategie ganz klar definiert und wir sehen noch so großes Potential, dass uns “outside the box” nur vom wesentlichen Markenkern ablenken würde, wir würden unsere Konsumenten verwirren, sie würden weniger kaufen und am Ende gäbe es keine Box mehr”

Eine solche Antwort setzt natürlich voraus, dass Du genau das vorher schon gemacht hast: Also die Markenstrategie definiert und einen klare Fahrplan für die nächsten Schritte gemacht.

“Thinking outside the box” ist an ganz anderer Stelle relevant, nämlich bei der gemeinsamen Entwicklung von ungewöhnlichen Lösungen im Rahmen eines “Ideation” Prozesses – aber dazu schreibe ich ein anderes Mal…